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Würmtal
RETRO-OWA Aktuell  » 2007 goes back to the roots «
Der Verfasser
Nach vielen gigantischen OWAs der Superlative und kaum noch zu überbietenden mega-galaktisch ausgestatteten Wanderrouten, ist es an der Zeit sich wieder den Anfängen der Osterwanderungen in den wilden Siebzigern zu erinnern.

So werden wir dieses Jahr mal einige Gänge runterschalten und eine sogenante 'RETRO-OWA' nach altbewährtem Traditionsrezept durchziehen. Diese lapidare Entscheidung von Edgar und mir war eigentlich schon lange fällig.

back to the roots ist hier das Stichwort...

RETRO liegt voll im Trend

Derzeit ist ja wieder viel Altbewährtes im Kommen, was der Zeitgeist schonungslos zugeschüttet hat. Ein typisches Beispiel steht für den zur Zeit boomenden Retro-Kult im Musik-Business: Techno ist total out, unsere Kids haben die gute alte Rockmusik scheinbar neu entdeckt. Akustik-Gitarren, als auch die deutsche Sprache in Songtexten sind (endlich) wieder angesagt. Junge, talentierte Gitarristen wie z.Bsp. Jack Johnson spielen total relaxt und souverän drauf los, verzichten auf den ganzen Elektronik-Schnick-Schnack und verzeichnen dabei Chart-Erfolge ohne Ende. Genauso lässt sich dieser Vergleich auf die 30 Jahre alte OWA-Kultur übertragen.

Wir blicken zurück

Die ersten OWA-Ziele lagen fast immer in nächster Umgebung von Stuttgart.
Ein lockerer Haufen ungestümer, voll im Saft stehender Jungs trafen sich schon seit dem Jahre 1976 wagemutig und bis an die Zähne bewaffnet immer am Karsamstag zum gemeinsamen Kampfeinsatz.

die 79'ger OWA-Gäng

Sie waren gefürchtet und stets zu allem bereit: Die OWA-Gäng anno 1979
4. OWA im Enztal - Mühlacker – Roßwag

Unbekümmert und voller Tatendrang, gingen sie damals los und waren durch nichts auf der Welt bei ihrem Sturmangriff aufzuhalten. Internet, OWA-Newsletter und der ganze Verwaltungskram mit Anmelden, Abmelden, Mittagessen bestellen etc. gabs damals noch nicht. Das war auch gut so. Wahrscheinlich wäre das Projekt OWA sonst in seiner Frühphase schon damals im Keime erstickt worden.

'Einfach aber simpel' war das banale aber gut funktionierende Grundkonzept.
Keiner machte sich Gedanken, ob etwas machbar wäre oder nicht. Auch das Wetter war allen immer scheissegal. Schnell die knarzenden und ausgelatschten Springerstiefel aus dem Spind geholt - die geladene Knarre bereits locker sitzend im Schulterhalfter, und dann aber nix wie raus auf die Piste zum traditionellen Ostermarsch.

OWA-Organisation, Ablaufplanung, den teuren Taxiservice im Vorfeld ausbaldovern etc.,
ach wie lachhaft, all das brauchte man(n) doch gar nicht!

Eigentlich lief damals alles ganz anders ab:
Wenns wieder langsam Richtung Ostern ging, und es so verdächtig im Schritt juckte, gabs nus Eines: Wildentschlossen den Telefonhörer von der Gabel reißen, die harten Kumpels anrufen, Treffpunkt und Kampfgebiet festlegen, das wars dann auch schon mit Vorplanung. Jetzt nur noch am Karsamstag in den tiefergelegten Manta schwingen, hinfahren, gemeinsam kurz die Lage peilen und dann hochmotiviert ab ins Gelände.
So wurde das gemacht meine Herren!

Übrigens: Damen waren bisher nie offiziell auf 'ne OWA zugelassen. Warum wohl?
Einfacher Grund: 'no woman, no cry'.  Deshalb war alles so erfrischend einfach und unkompliziert.

Zurück zu den Wurzeln der OWA

Nun sind wir bereits im neuen Jahrtausend angekommen, aber die OWA gibts zum Glück nach mehr als 30 Jahren immer noch. Auch die alten Pioniere von damals sind noch mit voller Begeisterung dabei. Alles rund um die Osterwanderung ist sinnvoll organisiert. Wir sind weltweit online präsent, Tag und Nacht per e-Mail erreichbar. OWA-Forum, OWA-Newsletter, dicke OWA-Eier, unser OWAstl, sogar ein Diener im Namen des Herrn - unser guter altbekannter Feldprälat und unendlich ausufernde Begrüßungsreden sind im Laufe der Zeit zwar dazugekommen – aber das Grundkonzept OWA ist geblieben.

So ist Edgar und mir der Gedanke gekommen, wieder mal ein Nahziel nach altem und bewährtem Rezept auszuwählen, also zurück zu den Anfängen der OWA zu gehen.

Die aktuelle Wander-Strecke im Würmtal ist diesmal für die meisten von uns leicht begehbar und wurde bewusst etwas kürzer gehalten. Somit wird die OWA für alle von Artritis und schleichendem Muskelschwund geplagten Vorruhestand-Anwärter auch spürbar konditionsschonender werden.

Einige von uns haben dazu noch das sagenhafte Glück, sich einfach nur mal kurz aus der Haustüre fallen zu lassen, um an der 'RETRO-OWA' teilzunehmen.
He Jo, Rüdiger und Werner - mehr Komfort geht nun mal nicht!

Die jährliche kontante Teilnehmerzahl ist nun schon auf mehr als 30 standhafte Männer gewachsen. Dieser Erfolg ist der Beweis am großen Interesse an unseren legendären OWA-Ostermärschen. Ich denke mal, das wird sicher noch lange so bleiben.

In diesem Sinne grüßt euch alle euer

alcapone ...no comment

alcapone

 
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